Leider musste Laura Kallinger die European Open in Benidorm/Spanien krankheitsbedingt auslassen. Sie reiste zwar mit dem National-Team schon am Wochenende an, konnte dieses dann allerdings nur mit fest Daumen drücken für ihre Team-KollegInnen nützen. Am Montag ging es dann los mit dem Trainingslager und da stieg Laura gleich von Beginn an ein. Anfangs noch etwas energielos, ging es ihr von Tag zu Tag immer besser und damit zahlte sich die Reise dann doch mehr als aus. Neben intensiven Randori-Einheiten (siehe Foto 1) war auch viel Spaß (siehe Foto 2 mit Nationalteam-Mädels) und ein tolles Ambiente (siehe Foto 3) vorhanden.
Kurzfristig musste leider Dima Kolobov (Handverletzung, hielt mit seinem Bruder Yurii auf der Tribüne die Daumen) und Johanna Kalve (Verkühlung) absagen.
Die meisten SportlerInnen von unserem Judoring-Team waren das erste Mal bei einem Turnier dieser Größe dabei und überraschenderweise hielt sich die Nervosität in Grenzen und alle freuten sich sehr auf ihre Kampf-Einsätze.
Arthur Hofmann, Maxime und Antoine Dhetz, Sunhild und Roderick Täubl-Müller und Kaloyan Gulev konnten mit der ein oder anderen Techniken punkten und auf Augenhöhe mitkämpfen, für einen Kampfsieg fehlte jedoch noch ein Quentchen Erfahrung. Eli Kessler, die seit vielen Jahren regelmäßig an Turnieren teilnimmt konnte sich sowohl den Vize-Landesmeister-Titel U14 als auch U16 sichern.
Herzlichen Glückwunsch an alle, ihr habt euer Bestes gegeben und unseren Verein stolz gemacht! Das wichtigste ist es die Herausforderung Wettkampf anzunehmen – die nächste Chance darauf bietet sich am SA 13. Juni beim Nachwuchs-Cup in Baden.
Wir möchten heute unsere beiden „Damen vom Grill“ Monika Stadlbauer und Marion Hönig vor den JUDORING-Vorhang stellen. Seit etwa 15 Jahren organisieren unsere beiden Damen das Buffet beim jährlichen Vereinsturnier. Hinter so einer Buffet-Organisation steckt einiges an Arbeit und Know-How. Angefangen von den richtig abgeschätzten Mengen an Lebensmitteln und Getränke die eingekauft werden, der Zubereitung im Vorfeld von Kuchen/Aufstrichen usw., die Vorbereitung und Mitnahme des kompletten Buffet-Equipments sowie die Bewirtung der JUDO-Kids und Eltern am Wettkampf-Tag (rd. 350-400 Personen) um nur einige Highlights zu nennen… und das alles „ehrenamtlich“.
Unsere Damen stellen sich jeder Herausforderung :-). So gab es in den letzten beiden Jahren sogar frische Pommes aus der Friteuse, weil die beiden meinten, dass sie Kinder lieben 🙂
GROSSES DANKE an Monika & Marion – das gesamte TrainerInnen-Team freut sich, dass ihr seit so vielen Jahren für unsere gemeinsame Sache brennt!
Der Saisonstart war für Laura Kallinger -57kg etwas holprig. Frühes Aus beim EO in Sarajevo/BIH und in Sofia/BUL. Beim GP in Zagreb/KRO eine Begegnung gewonnen und vor kurzem beim Heim-GP in Linz auch nicht die 2. Runde erreicht. Laura blieb trotzdem ruhig und vertraute auf ihre Trainings-Leistungen.
… und jetzt zeigte sie beeindruckend auf – entschied 5 Kämpfe (!!) für sich und krönte sich somit erstmalig zur Europacup Siegerin -57kg in der AK (‚Allgemeinen Klasse‘)! Aber der Reihe nach… In der 1. Runde bezwang sie Donne Breytenbach (RSA/Südafrika) mit Ippon, danach Dibara Salkarbek Kizi (SRB) mit Yuko sowie Chloe Deversain (FRA) mit Hansokumake (‚rote Karte‘) nach bereits einer Yuko-Führung. Im Semifinale setzte sich Laura gegen Noemi Varadi (HUN) knapp mit 2:1 Yuko-Wertungen durch. Das Finale gegen Laura Igaz (HUN) ging in den Golden Score, wo Laura immer mehr dominierte und schlussendlich mit einem Festhaltegriff als Siegerin feststand.
Gecoacht wurde sie von niemand geringeren als Adi Zeltner vom Judoclub Wimpassing. Seines Zeichens Heim-Trainer von Michaela Polleres (2-fache Olympia-Medaillen-Gewinnerin)… neben seinen technischen Anweisungen, die Laura offensichtlich gut umsetzte, schaffte er es auch Laura gut abzulenken, sodass sie ihre Konzentration über den gesamten Wettkampf-Tag hoch halten konnte, war doch ihr 1. Kampf um 9.30 Uhr und das Finale erst um 18.30 Uhr.
… und so hörte sie wieder mal seit langem bei der Siegerehrung die österreichische Bundeshymne … mit glasigen Augen! Hochleistungssport ist kein Sprint, sondern ein Marathon 🙂
Für Laura ging es vor Weihnachten noch zu einem 2-wöchigen Konditionierung Trainingslager zum Olympia-Stützpunkt nach Linz, wo großes Augenmerk auf die Steigerung der körperlichen Fitness gelegt wurde.
Nach der Weihnachtspause ging es gleich wieder rasant weiter. Anfang Jänner fand das OTC in Mittersill/Salzburg statt, wo sich die ‚Creme de la Creme‘ des JUDO-Sports ein Stell dich ein gibt.
Laura spulte zahlreiche Randori-Einheiten mit Top-Stars ab und meinte danach ‚es waren intensive Trainings, aber mittlerweile kann ich auch Top-10 Sportlerinnen werfen und das ist ein gutes Gefühl‘.
Die Vorbereitung für das neue Jahr sind besser als im Vorjahr gelaufen. Da musste Laura 4 Monate pausieren aufgrund einer Schulter-Verletzung, die sie sich genau auf diesem Trainingslager zuzog.
Die Wettkampf-Saison startet am kommenden Wochenende mit dem European Open in Sofia/Bulgarien -wir halten alle fest die Daumen!